Was gibt es bei einer Lebendfalle zu beachten?

Die Verwendung einer Lebendfalle ist eine beliebte Wahl für viele Menschen, die es vorziehen, Ratten und Mäuse nicht zu töten, sondern sie aus ihrer Wohnung oder ihrem Besitz zu entfernen.

Die Tierfreundlichkeit von Lebendfallen hängt jedoch davon ab, wie häufig die Lebendfallen kontrolliert werden, wie die Konstruktion der Lebendfalle aussieht und ob Nahrung, Wasser oder Nistmaterial bereitgestellt wird, um Hunger, Austrocknung oder Kältestress zu vermeiden.

Lebendfallen müssen so konstruiert sein, dass Verletzungen beim Einfangen des Tieres vermieden werden. Vor der Verwendung muss der Mechanismus überprüft werden, um sicherzustellen, dass er beim Schließen nicht den Schwanz oder die Gliedmaßen des Tieres einklemmt.

Mausefalle Lebendfalle

Röhrenfalle

Sehr effektiv sind auch Lebendfallen, in der die Maus eine Röhre betreten muss, um durch ihr eigenes Körpergewicht die Mausefalle aktiviert. Dadurch wird der Ein-/Ausgang wird durch eine zuvor offenstehende Klappe verschlossen. Durch die Rohrform scheint diese Variante der Lebendfalle für Mäuse äußerst anziehend zu sein.

Korbfalle

Reusenfalle

Mäuse können auch in Reusenfallen gefangen werden, bei denen der trichterförmige Zugang aus Drähten zwar leicht zu passieren ist, der Rückweg jedoch von innen her bedingt durch die spitzen Drähte für eine Maus kaum passierbar ist. Hierbei wird die Maus durch ihren eigenen Eindruck zurückgehalten, keinen Ausweg zu mehr zu haben.

Lebendfallen tierschonend nutzen

1. Futter

Der Verbrauch an Kalorien ist bei Mäusen, aufgrund des schnellen Stoffwechsels enorm hoch. 

Ohne Futter sterben Mäuse in der Regel innerhalb eines halben Tages.

Wenn die Funktionalität der Lebendfalle dadurch nicht beeinträchtigt wird, versuchen Sie die Köderportion etwas größer anzusetzen (nur bei Lebendfallen zu empfehlen). Somit hat die Maus genug zu fressen bis sie befreit wird.

2. Wasser

Eine Maus kann ohne Wasser nur maximal 24 Stunden überleben, in den Sommermonaten ist der Wasserverbrauch etwas höher.

Um zu verhindern dass die Maus verdurstet, sollten Sie ein Behältnis mit Wasser in die Lebendfalle stellen.

Das Gefäß sollte nur so groß sein, dass der Weg und der Mechanismus nicht blockiert werden, sodass die Maus in die Lebendfalle eintreten kann und die klappe schließt.

3. Nistmaterial

Mäuse sind nachtaktiv, somit ist die Wahrscheinlichkeit eine Maus nachts in die Lebendfalle zu locken dementsprechend hoch. Denken Sie daran wenn sie Lebendfallen platzieren.

Bis Sie die Lebendfalle morgens kontrollieren können manchmal viele Stunden vergehen, während die Maus in der Nachtkälte auf ihre Befreiung wartet.

Um der Maus den Kältetod zu ersparen, empfiehlt es sich ein wenig Nistmaterial (wie Heu oder geschreddertes Papier) in die Lebendfalle zu legen.

4. Regelmäßig Überprüfen

Laut Gesetz sind Sie dazu verpflichtet jede Art von Mausefallen alle 24 Stunden zu kontrollieren.

Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, die Lebendfallen öfter zu inspizieren. Mäuse sind äußerst anfällig für Stress und sterben dadurch in Lebendfallen sehr oft innerhalb von nur 5-8 Stunden.

Wenn Sie eine tierschonende Schädlingsbekampfung im Sinn haben, sollten eine Lebendfalle mindestens alle 4 Stunden überprüft werden.